Coming Shit Pt I

Published On 2015-09-28 | By Roland | Menschen, Untergrund, Urbanes

Wenn man sich, so wie ich, in den diversen Fotoforen & -communitys herumtreibt, so drängen derzeit zwei Trends an die Oberfläche.
Nein, es ist nicht die HDR-Fotografie, an der sich die Geister scheiden, diese rutscht nach der ersten Euphorie und übermässigem Einsatz schön langsam in erträglichere Dimensionen.

Nein, zum Ersten sind es zum Teil mit grösster technischer Präzision und Akkuratesse umgesetze Bilder urbaner Gebiete.

Leere, verfallene Hallen, verwüstete Theater und Einkaufzentren, ungenutzte und alte Industriekomplexe, bedrückende Landschaften von Hochhäusern und Strassen, Bilder von herumeilenden Menschen, und so weiter – mehr oder weniger intime Momente des urbanen Alltags. Eines der wiederkehrenden Motive ist der Fotograf selbst, am Rande eines Hochhauses sitzend, mit den Füssen in der Luft baumelnd, während sich unter ihm/ihr die Täler einer Grossstadt entfalten.

Zum Zweiten Trend – den könnte man in die Schublade der Hipsters stopfen: es sind vorwiegend Naturaufnahmen oder eher städtisch anmutende Personen in vorzugsweise wilden & rauhen Naturgebieten, oft direkt den unwirtlichen Bedingungen der momentanen Wetterlage ausgesetzt.

Optisch werden die Bilder entweder in Schwarz/Weiss oder in eher gedeckten, fast monochromen Farben gehalten, oft mit harten Kontrasten und es wird Einsamkeit, Isolation und die Ästhetik des Verfalles vermittelt. Oft gelingt das sehr eindringlich und in extrem hohem Niveau – von wegen Youngsters mit teuren Kameras!

untergrund.city gefällt dieser Trend natürlich ausnehmend gut, und es stellt sich natürlich die Frage in wie weit diese Bildsprache von Grosstädten hier in Österreich umsetzbar ist. Wir bleiben dran, versprochen!

Wer da genauer reinschnuppern will, schaut sich am besten auf 500px.com und youpic.com um.

500pxYouPic

Like this Article? Share it!

About The Author

Vater, DJ, Photograph, Grafiker und neuerdings auch Schreiberling für untergrund.city. Goddammit, welch Karriere!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*